VIENNA FAIR 2014

07 Okt VIENNA FAIR 2014

Messen haben immer einen besonderen Charme – und die Vienna Fair überrascht wieder aufs Neue. So trifft man zwar bei der Preview am 1. Oktober 2014 ähnliche Prominenz wie im Jahr zuvor, doch scheint ein anderer Wind durch die Messehalle A zu wehen.Es stellen weniger Galerien (99 anstatt 127 im Vorjahr) aus, dadurch oder gerade deswegen sind die Messestände musealer konzipiert und setzen auf architektonische Durchblicke, Achsen und Schwerpunkte.

 

Zwei Fokusse bilden einerseits der künstlerische Blick auf Aserbaidjan und andererseits curated by mit dem Titel „The Century of the Bed“. Die Organisation weist auf eine internationale gangbare Weise – Galerien treten in einen Dialog mit internationalen Kunstexperten und untermauern so noch mehr, was die momentane Entwicklung in der Kunst und somit „on vogue“ ist. Ein bisschen macht es jedoch den Anschein, dass das „Drumherum“ wichtiger wird; wie inszeniere ich Kunst, wer präsentiert oder kuratiert Kunst? Das Kunstwerk an sich rückt etwas in den Hintergrund. Trotzdem wird der Besucher mit internationalen Positionen gefordert. Man trifft auf eine Bandbreite eines künstlerischen Feldes auf höchstem Niveau – besonders auffallend sind die hängenden Skulpturen. Auffallend abwesend hingegen  sind dieses Jahr Video- und Performance Arbeiten. Vielleicht aber auch einfach schwer messetauglich.

Besonders gefällt uns dieses Jahr die Messestände von ZAK Branizcka und Galerie Taik Persons – beide aus Berlin. Schön zu sehen ist auf jeden Fall – Wien bietet eine internationale Kunstmesse auf höchstem Niveau, KünstlerInnen und SammlerInnen sind an den Messetagen präsent.