AUSSTELLUNG 1:1

24 Feb AUSSTELLUNG 1:1

FRANZ JOSEF ALTENBURG | JAKOB GASTEIGER
VON jASMIN lEONHARTSBERGER

Keramiken von Franz Josef Altenburg, zweidimensionale Arbeiten von Jakob Gasteiger: In der retrospektiven Ausstellung in der Galerie Schloss Parz werden die Gattungen Objekt und Bild von je einem Künstler bespielt. Betont werden dabei die Gemeinsamkeiten auf stilistischer Ebene und die Differenzen auf materialer Ebene. Die Künstler stellen erstmals gemeinsam aus. In der österreichischen Gegenwartskunst gelten beide als erfolgreiche, arrivierte und bedeutende Persönlichkeiten.

Altenburg und Gasteiger verbindet eine reduzierte Ästhetik, die sich in Farbe und Form ausdrückt. Diese Reduktion beinhaltet bei beiden eine Abkehr vom Gegenständlichen. Die puristische Fokussierung auf das verwendete Material entzieht sich jeglicher Ikonografie und Symbolik.

Jakob Gasteiger (geboren 1953), zurzeit zu sehen in einer Einzelausstellung im Salzburg Museum, arbeitet seit den 80er Jahren mit einer Schwerpunktsetzung auf Malerei. Als Charakteristika seiner Kunst gelten reduzierte Farbigkeit und haptische Qualitäten. Neben der materialen Struktur, die durch die Verwendung von Acrylfarbe und Kammspachteln das Bild zwischen Zwei- und Dreidimensionalität changieren lässt, bewirkt die einfache farbliche Gestaltung mit eng verwandten Grundtönen in der Wechselwirkung mit der Rillenstruktur eine reduzierte elegante Ästhetik. Durch diese Konzentration auf farbliche und handwerkliche Ebenen entstehen Arbeiten, die durch ihre minimalistische Struktur bestechen und beim Betrachten in meditativer Weise in neue Welten eintreten lassen.

Franz Josef Altenburg (geboren 1941) gilt seit Jahrzehnten als Künstler mit besonders handwerklicher Akzentuierung. Er arbeitet mit seinen Händen, einer Töpferscheibe und mit Ton. Der Fokus auf das Material und der Umgang damit verdeutlichen den minimalistischen Anspruch seiner Kunst. An- und aufeinandergeschichtete Tonblöcke ergeben häuserähnliche Gebilde und gitterartige Rahmenobjekte, die durch die pure Materialität und ihre monochrome Farbigkeit als abstrakt-massive Formengebilde bestechen. Die langjährige Arbeit mit Ton und die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Formen lassen reduzierte und komprimierte Ausdrucksformen entstehen, in denen Objekte mit Raum und Licht kommunizieren.

Das Werk beider Künstler zeichnet sich durch die Betonung der Vertikalen und Horizontalen sowie die Verwendung von Grund- und Erdfarben aus. Einfachheit und Ursprünglichkeit verbinden sich mit Eleganz und schlichter Ästhetik.